Hörsaal und Windeln - geht das?

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Hörsaal und Windeln - geht das
Oluşturulma Tarihi: Ağustos 23, 2010 13:49

Können Kinder den Wissenschaftsbetrieb stören? An den Brandenburger Hochschulen jedenfalls nicht. Während lange Zeit Kind und Studium als kaum vereinbar galt, unterstütz das Wissenschaftsministerium nun aktiv eine Trendwende.

Haberin Devamı

Damit sind die beiden Geisteswissenschaftler so etwas wie die Vorzeigeeltern des Wissenschaftsministeriums. Das hehre Ziel, zum Bundesland mit den familienfreundlichsten Hochschulen zu werden, hatte das Land 2008 formuliert. Mehr als 4,3 Millionen Euro sind seitdem an die drei Universitäten und sechs Fachhochschulen im Land geflossen. Grundlage ist ein gemeinsames "Qualitätsversprechen" von Ministerium und Hochschulen zur Vereinbarkeit von Kind und Karriere bundesweit einmalig. Konkrete Zahlen, wie viele Kinder von Studierenden seitdem geboren wurden, gibt es nicht.

Campusnahe Kinderbetreuung an allen Unis
Bei den Rahmenbedingungen hat sich inzwischen eine Menge getan: An allen Hochschulen gibt es eine campusnahe Kinderbetreuung, Still- und Wickelmöglichkeiten und zentrale Anlaufstellen für Eltern. Die Studentenwerke Frankfurt (Oder) und Potsdam stellen familiengeeignete Zimmer zur Verfügung, auf Wunsch mit Bettchen und Kindergeschirr. An der Hochschule Eberswalde gibt es ausleihbare Laptops für die Arbeit von zu Hause aus und einen regelmäßigen Familienbrunch. In Frankfurt (Oder) können Studierende Gelder für den Babysitter beantragen, der während eines Blockseminars am Wochenende auf das Kind aufpasst. In Cottbus und Potsdam - vom kommendem Semester an auch in Frankfurt (Oder) - erhalten neugeborene Kinder von Studenten je 100 Euro als Begrüßungsgeschenk.

Genaue Zahlen gibt es nicht
Wie viele Studierende in Brandenburg Eltern sind, kann auch das Ministerium mangels aussagekräftiger Daten nur schätzen weshalb sich der Erfolg des Maßnahmenpaketes denn auch nicht einfach in einer gestiegenen Geburtenrate nachweisen lasse. Eine Erhebung des Deutschen Studentenwerkes im Jahr 2008 ergab - Brandenburg wurde nicht erfasst - 6 bis 7 Prozent aller Studierenden haben Kinder. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) betonte, Ministerium und Hochschulen hätten das gemeinsame Versprechen zum großen Teil erfüllt. Das Projekt liege ihr sehr am Herzen, weitere finanzielle Mittel seien eingeplant, sagte Ministerin, selbst Mutter von sieben Kindern. Familienfreundliche Hochschulen trügen entscheidend dazu bei, "kluge Köpfe im Land zu halten oder nach Brandenburg zu holen". Dass die Atmosphäre an der Uni eine große Rolle spielt, davon ist die Doktorandin Susann Worschech überzeugt. Ihr erstes Kind kam zur Welt, als sie in Berlin studierte, und sie beschreibt die Atmosphäre als "Kampf". Heute lebt sie zwar weiter mit ihrer Familie in der Hauptstadt, promoviert aber an der Viadrina. Bereut hat sie die Familienplanung nicht: "Ich finde das toll, dass meine Kinder im Studium und kurz danach gekommen sind."

Flexibilität der Hochschulen ist gefragt
Von den Hochschulen verlangt die Öffnung für die Belange studierender Eltern allerdings viel Flexibilität. In Eberswalde etwa haben Studierende mit Kind Anspruch auf einen Sonderstudienplan, der individuell mit den Dozenten ausgearbeitet wird. An der Universität Potsdam kann auf Antrag die Abgabefrist für Hausarbeiten verlängert und eine Notfallkinderbetreuung in Anspruch genommen werden, wie die Familienbeauftragte Claudia Walch berichtet.

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